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Gründungsveranstaltung - Bundesverband

Die Gründungveranstaltung des Bundesverbands  Deutsch-Arabischer Vereine in Deutschland e.V. am 17.Juli 2004  in Neuss ( bei Düsseldorf) ist geglückt. Damit hat der Bundesverband nicht nur sich selbst, sondern auch der arabischen und deutsch-arabischen  Community in Deutschland einen guten Dienst erwiesen. Ca. 350 Besucher verliehen  der Veranstaltung ein ehrenwürdiges und lebhaftes Bild.

Wer mehr oder weniger die Bemerkungen hören oder selbst Beobachtungen machen musste, dass die in Deutschland lebenden Menschen mit arabischer Herkunft abseits der sozialgesellschaftlichen und soziokulturellen Präsenz stehen, der hat es als eine Wohltat empfunden, dass dieses Fest mit seinen facettenreichen Festlichkeiten und der dort erlebten menschlichen Kommunikation zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität sowie  verschiedener gesellschaftlicher Gruppen die Form eines  kosmopolitischen und geselligen Zusammensein verkörpert haben: Ein Selbstverständnis, das jeder Mensch für einen anderen Menschen haben muss, und nicht nur für einen Menschen, wenn zwischen diesem und jenem  die Herkunft verbindet.
 Die Gäste kamen aus allen Bundesländern. Unter ihnen waren Personen des öffentlichen Lebens, die sich über die Motivation der Veranstalter und harmonische  Atmosphäre gefreut haben und zweifellos beeindrückende Ansätze  für die Diskussion über die Migration, Integration und kulturelle Vielfalt mitgenommen haben.

 Integrationsbeauftragter  der Landesregierung NRW,  Dr. Klaus  Lefringhausen, der eine rührende Rede gehalten hat, sagte, dass der Bundesverband Deutsch-Arabischer  Vereine in Deutschland ein  kompetenter Verband sei, und er sei  in Anlehnung an die Grundsätze zur Förderung der Selbstorganisationen förderungswürdig. Zudem sagte er, er hoffe, dass der Bundesverband zu einem Gesprächspartner der Regierungsstellen in Fragen zu Integration und sozialgesellschaftlichen Themen werde.
Der Botschafter Salem Quatin, Direktor  der Liga der arabischen Staaten Mission Berlin,  sprach in seiner Rede dem Verband seine Anerkennung  und Unterstützung aus. Zudem  drückte er seine Freude aus über die bis dahin noch nie da gewesene  Motivation zur Zusammenarbeit und die Form der hochgradigen Organisation unter den arabischen homogenen und deutsch-arabischen heterogenen  Vereinen in Deutschland.
 
Der Bundesverband Deutsch-Arabischer Vereine in Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, sich sowohl an den grundsätzlichen und wichtigen Aufgaben des Miteinenders in Deutschland zu  beteiligt als auch die Beziehungen  zwischen Deutschland und den arabischen Ländern auf allen Ebenen zu fördern. " Wir sind stolz und glücklich, dass wir zur Bundesrepublik gehören; wir sind  stolz auf unsere arabische Herkunft und deutsche Herkunft; deswegen wollen wir Brücken zwischen unseren Ländern bauen",  sagte  der Vorsitzende des Bundesverbands Nashaat Elfar in seiner Rede. 
Bei der herzlichen Begrüßung bedankte sich der Vorsitzende bei den Gästen für ihre Anwesenheit und  nannte namentlich 
die anwesenden Personen  des öffentlichen Lebens. Das waren: 
 -  Bouchahoua, Adala - Tunesischer Generalkonsul;
 - 
Dypowski, Michael  - Polizeipräsident der Landeshauptstadt Düsseldorf;       
 -  Eskandar, Faiza      - Chefin der syrischen diplomatischen Mission in Deutschland;    
 -  Hakkam, Zoubair     - Marokkanischer Generalkonsul;
 - 
Karsli, Jamal           - Nordrhein-westfälischer Landtagsabgeordneter;
 -
Klai, Abdelmajid       - Assistent in arabischer Liga  Mission Berlin;
 - Lefringhausen,
Klaus , Dr. -  Integrationsbeauftragter  der Landesregierung NRW;  
 - Quatin, Salem         -  Botschafter   der Liga der arabischen Staaten Mission Berlin;
 - Salma, Hassam, General  -  Militärattaché der ägyptischen Botschaftsmission in Deutschland
- Stark,  Dietmar           - Beauftragter für Internationale Beziehung 
sowie andere Personen aus verschiedenen diplomatischen  Körperschaften und anderen behördlichen, gemeinnützigen  und privaten Einrichtungen.

Begleitet war diese Veranstaltung von interessanten, lebhaften Gesprächen zwischen den Gästen an Esstischen sowie Lifemusik,  Folkloretänzen  und Gesängen auf Arabisch und Deutsch. Im übrigen: wer das Kopftuchtragen durch muslimische Frauen zum einen als verschlossene Charaktereigenschaft empfindet und zum anderen es zum Symbol für die Indoktrination stigmatisiert und daraus  das Kapital  für eigene  abneigende Natur und somit die Legitimation für eigene  Verschlossenheit schlägt, der müsste angefangen haben oder  anfangen darüber nachzudenken, wenn er solche Veranstaltungen erlebt hat oder erleben würde: Kopftuchträgerinnen, in oder ohne Begeleitung ihrer Familienangehörige, moslemische Nichtkopftuchträgerinnen sowie  Christen und Angehörige  anderer Religionen  waren alle offen und  herzlich zueinender. Es war ein Abend kosmopolitischer Prägung, gelagert auf gegenseitiger, bedingungsloser  Anerkennung und Akzeptanz!

  Ahmed El kourai              Düsseldorf      18.Juli 2004

 

   
   
 

 

   
   
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