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                                     Rechtspopulismus

Warum missbrauchen die  Rechtspopulisten das biblisch-christliches Menschenbild, um ihren Egoismus zu befriedigen?  
Constantin der Große, römischer Kaiser (306-337), der als erster Kaiser die alte römische  Staatsreligion (Sonnengott)  abschaffte und den Christen die freie Ausübung ihrer Religion erlaubte, gibt uns Aufschluss über Motive der heutigen Rechtpopulisten, die sich nach außen hin als fromme Christen manifestieren: Der Kaiser war anders als ein Christ. Als er sah, dass das Christentum zu Massenreligion wurde, setze er sich an die Spitze der Kirche und nahm es in Anspruch, im Namen Christi nicht nur Herr des Staates, sondern auch Herr der Kirche zu sein. Er selbst empfing die Taufe erst kurz vor seinem Tod am 22. Mai 337. Ein solches Phänomen beobachtet man auch in heutiger Gesellschaft: Da gibt es Menschen, die  sich nicht nur mit christlichem oder anderem Glaube nach außen hin als fromme Gläubige zur Schau stellen, sondern auch mit Mitgliedschaft in Fußballvereinen, Wohlfahrtverbänden etc. die  Wählerstimmen für ihre bekleidetes oder angestrebtes politische Mandat zu sammeln. Dabei scheuen sie kein Mittel, um ihren Egoismus zu befriedigen: So schwenken sie  auf die Linie der Rechtsradikaler ein - wenn sie nicht selbst Rechtsradikaler sind - und verletzen  absichtlich  die Gefühle der Minderheiten. Ein von diesen Rechtspopulisten  ist der vermeintliche Christdemokrat  Hermann Schoppe, zurzeit unter anderem  ehrenamtlicher Stadtrat im Magistrat der Stadt Offenbach am Main:
Peter Schneider, Fraktionsvorsitzender der Bündnis 90/die Grünen im  offenbacher Stadtparlament schrieb am 01.06.2001, dass Rachida El Uriagli, bündnisgrüne Stadtabgeordnete  habe gefragt: "Hat kein Mitglied des offenbacher Ausländerbeirates am letzten Wochenende die Offenbach Post gelesen?"  Rachida El Uriagli habe gefragt, warum  der Vorsitzender des Ausländerbeirates, Paulo Nesci (CDU), über Offenbach-Fragebogens durch Herrmann Schoppe schweige, schreibt Peter Schneider. Auf die Frage, was ihn in Offenbach nicht gefalle, habe Schoppe ( Mitglied des Hessischen Landtag  1978- 1995) geantwortet: „Die multikulturelle Zusammensetzung der Bevölkerung in der jetzigen Größenordnung." Offenbach könne von Berlin lernen, wie man mit Zuzugsbeschränkungen die Bevölkerungsstruktur positiv beeinflusst, so Schoppe.
 
In der  Homepage von Hermann Schoppe steht: " 1992  hatte eine Bemerkung zum Ausländerproblem bei einer politischen Veranstaltung  eine längere kontroverse Debatte bis hin in den Hessischen Landtag ausgelöst. Auch im Jahre 2001 löste  Hermann Schoppe mit der Feststellung, der zu hohe Ausländeranteil in Offenbach sei integrationsfeindlich, eine neue kontroverse Diskussion aus." 

 Wer  sich als "überzeugter Christ und Christdemokrat"  seine  Auswüchse solcher Art in seine Homepage schreibt oder schreiben lässt, betont nicht nur nachhaltig seine Scharfmacherei gegen die Minderheiten, sondern agiert auch gegen das Christentum. Er ruft somit den Geist des "Heidelberger Manifestes" von 1982 in die Erinnerung wach! Es sei unvergessen, dass Schoppe gesagt habe, dass er bei seinen Spaziergängen in offenbacher Innenstadt zuviel ausländische Akzente höre, so Rachida El Uriagli. Ohne Ermunterung durch die Äußerungen der Populisten   hätten sich in den letzten Jahren die rassistischen Gewalttätigkeiten nicht vervielfacht. Vergessen wir nicht: Solche Populisten gibt es auch in den Reihen der SPD. Der  Berliner Landschulrat Herbert Bath (SPD) sagte 1982, als in ihn der Geist des Heidelberger Manifest eingedrungen war, dass   der "schleichenden Landnahme durch eine fremde Bevölkerung"   entgegengewirkt werden solle. 

Sagen wir es! Was geht in den Köpfen dieser Menschen vor, dass sie die schwachen Menschen gegen die anderen noch schwächeren Menschen aufhetzen? Sagen wir es! Warum halten diese Rechtspopolisten es für normal, dass etwa 90 -100  Millionen Menschen deutscher Abstammung seit der Entdeckung (eigentlich Eroberung) Amerikas im Jahr 1492 außerhalb Europa leben, darunter etwa 65-70 Millionen nur in den USA, während sie die  8 Millionen  Menschen in Deutschland nichtdeutscher Abstammung mit ihren demagogischen und agitatorischen Diskussionen psychisch   kränken und verunsichern? Sagen wir es ? Warum leben die Menschen mit deutscher Abstammung außerhalb Deutschland glücklich?

 Düsseldorf, den 10. Juni 2003

Ahmed El kourai

       


 

 

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